Davos Klosters Mountains

Die schönsten Gipfelwanderungen in Davos

Der Herbst steht vor der Tür und somit die schönste Wanderzeit des Jahres. Gelbe Lerchen, rote Hänge und goldige Sonnenstrahlen, eine traumhafte Jahreszeit, um nochmals draussen in den Bergen unterwegs zu sein. Wir stellen Euch die schönsten Gipfelwanderungen vor. Egal ob mit eigener Muskelkraft oder in Kombination mit den Bergbahnen, für jeden ist die passende Tour dabei. Ab in die Farbepracht, bevor der erste Schnee fällt! Seid Ihr bereit für traumhafte Aussichten?

Blonde junge Frau mit blauen Augen und Nasenpiercing. | © Davos Klosters Mountains
Franziska Krenmayr
16.09.2020
Wanderweg richtung Jatzhorn mit Sicht auf Bergstation Jakobshorn. | © Davos Klosters Mountains

Jatzhorn

Jakobshorn

Eine Wanderung auf das Jatzhorn loht sich auf jeden Fall. Auf 2682 Metern über Meer erlebt ihr einen traumhaften Rundumblick. Das Tinzenhorn, das Schwarzhorn, der Hochducan sind nur einige der vielen Gipfel, welche ihr von hier erspähen könnt. Das Beste, das Jatzhorn ist fast mit der Seilbahn erreichbar!

Von der Bergstation Jakobshorn folgt ihr dem schmalen Pfad in die Höhe und gelangt in einer halben Stunde auf den Gipfel. Der Pfad folgt die meiste Zeit dem Grad, somit ist Konzentration und Trittsicherheit gefragt. Vergesst nicht kurze Pausen einzulegen, um den Blick auf den Davosersee und die umliegenden Bergketten zu geniessen. Das Jatzhorn ist der höchste Punkt der Wanderung. Habt Ihr Euch schon im Gipfelbuch verewigt? Die Wanderung könnt Ihr mit dem Abstieg ins wunderschöne Sertigtal beenden.

Unter uns: Für eine Pause lohnt sich ein Halt bei der Grillstelle Bäbiwald, diese liegt in traumhafter Lage beim Arvenwald.

Höhe: 2682 m ü. M.
Startpunkt: Bergstation Jakobshorn
Endpunkt: Sertig Dörfli
Dauer: 4 Stunden

Blick vom Jatzhorn zur Jakobshorn Bergstation mit Bergpanorama im Hintergrund. | © Davos Klosters Mountains

Schiahorn

Parsenn

Charakteristisch am Schiahorn ist die auffällige Lawinenverbauung, was auf die Steilheit dieses Gipfels hinweist. Ein beeindruckender Berg, der ihr unbedingt erklimmend solltet. Angehängt werden kann diese Gipfelbesteigung an den gemütlichen Panoramaweg der Gotschna mit Parsenn verbindet. Freut Euch auf den Ausblick! Vielleicht entdeckt Ihr auch einen Steinbock.

Für die Wanderung fährt Ihr mit der Parsennbahn zur Mittelstation Höhenweg. Kurz steigt Ihr zum Höhenweg auf und folgt den Wegweisern in Richtung Strelapass. Auf dem eindrücklichen Felsenweg umrundet Ihr das kleine Schiahorn. Ein Gebiet mit vielen schönen Fotospots! Vom Strelapass startet der steile Aufstieg auf das Grosse Schiahorn. Bald habt Ihr es geschafft! Als Belohnung wartet eine der schönsten Blicke über das Landwassertal! Der Rückweg führt den gleichen Weg wieder zum Höhenweg oder alternativ über die Schatzalp.

Eine Pause wert: Im Restaurant Höhenweg gibt es köstliche Pizzen zu geniessen, diese werden Euch für die Wanderung stärken.

Höhe: 2709 m ü. M.
Start-, Endpunkt: Mittelstation Höhenweg
Dauer: 3 h

Ein Steinbock klettert über ein Felsen und blickt in die Höhe.  | © Davos Klosters Mountains
Aussichtsreicher Panoramaweg zwischen Klosters und Davos | © Davps Klosters Mountains

Grüenhorn

Gotschna

Von der Bergstation Gotschnagrat ist das Grüenhorn nicht zu übersehen. Auf der einen Seite grün bewachsen, auf der anderen Seite graue Felsen. Die Wanderung mit Blick über den Wolfgangspass auf den Davoser See und auf der anderen Seite nach Prättigau lässt Euch den Atem anhalten. Grüne Wiesen treffen auf beeindruckende Felsformationen, eine anspruchsvolle Tour, bei der die landschaftliche Schönheit kaum zu übertreffen ist. Für den Aufstieg solltet Ihr jedoch trittsicher und schwindelfrei sein.

Im regelmässigen Zickzack führt der Weg von der Bergstation Gotschnagrat auf das Grüenhorn (2501 m ü. M.) hinauf. Die Ausblicke, der sich auf dem Weg bietet, könnt Ihr als gute Ausrede für kurze Pausen nehmen. Die Höhe habt Ihr nach etwa 40 Minuten erreicht. Mit einem kleinen Abstecher gelangt auf einem kurzen Grat zum tatsächlichen Gipfel, wo knapp eine Person Platz findet. Geniesst den Blick in die Weite, von hier könnt Ihr sogar nach Österreich blicken. Auffällig ist eine charakteristische Felsformation, die Casannanadel. Kennt Ihr die Sage zu diesem Felsen schon?

Der Pfad führt nun weiter an der Südflanke der Casanna entlang. Gewisse Stellen sind mit Seilen gesichert. Vom Parsennfurgga könnt Ihr nun zur Talstation Totalpsee absteigen. Stärkung gibt es in der Mungga Hütte oder auf der Terrasse der Parsenn Hütte. Über den Panoramaweg geht es zurück zum Gotschnagrat und mit der Gondel ins Tal zurück nach Klosters.

Höhe: 2501 m ü. M.
Start-, Endpunkt: Bergstation Goschnagrat
Dauer: 3 - 4 h

Rinerhorn Gipfel

Rinerhorn

Bei der Besteigung des Gipfel Rinerhorn eröffnet sich Euch ein wunderschönes Panorama in die Täler Landwasser und Sertig. Die Rundwanderung startet beim Jatzmeder und führt zum Rinerhorn und über den Marchhüreli wieder zurück zum Jatzmeder. Die Tour ist auch für sportliche Familien geeignet und wird Euch unvergessliche Erlebnisse bringen.

Für den ersten Aufstieg nehmt Ihr bequem die Gondel zur Bergstation Rinerhorn. Wer es lieber ruhiger angehen möchte, geht von hier den breiten Weg in Richtung Äbirügg. Alternativ nehmt Ihr den steileren Pfad in Richtung Hubel. Das Ziel ist bei beiden Wegen dasselbe, die wunderschöne Hubelhütte mit dem Tinzenhorn zum Greifen nah. Gönnt Euch eine erste Pause auf der Sonnenterrasse. Mit dem Gipfel im Blick geht der Weg weiter hoch zum Rinerhorn. Habt Ihr schon ein Murmeltier pfeifen hören? Auf dem Rinerhorn Gipfel angekommen, wartet eine prachtvolle Aussicht auf Euch. Vergesst nicht auf den Steinmännern Euren Stein zu platzieren!

Für den zweiten Teil steigt der Pfad weiter an in Richtung Marchhüreli, diesen kleinen Gipfel könnt Ihr umgehen und überquert ein Geröllfeld zur Bergstation des Skiliftes Nüllisch. Durch das schöne kleine Tal steigt ihr in Richtung Bergstation ab. Im Restaurant Jatzmeder könnt Ihr Euch auf der Terrasse gemütlich ausruhen. Haben die Kinder den Spielplatz schon entdeckt?

Höhe: 2560 m ü. M.
Start-, Endpunkt: Bergstation Rinerhorn
Dauer: 2-2.5 Stunden

Sicht auf den öffentlichen Grillplatz am Abirügg. | © Davos Klosters Mountains
Blick in Richtung Rinerhorn, mit der von der Sonne beleuchteten Hubelhütte, das Tinzenhorn im Hintergrund. | © Davos Klosters Mountains
Herbstliches Bergpanorama vom Abirügg. | © Davos Klosters Mountains

Schlappiner Joch

Madrisa

Unterwegs auf den Spuren der alten Säumer. Der Weg auf das Schlappiner Joch verbindet die Schweiz mit Österreich. Ein Ort mit bedeutender Geschichte. Heute ist die Tour an die Landesgrenze eine schöne und aufregende Wanderung für die ganze Familie. 

Gestartet wird von Klosters mit der 4-er Gondelbahn hoch zur Bergstation Madrisa. Vorbei am Madrisa-Land, wandert Ihr zur Saaser Alp. Schon hier gibt es einiges zu sehen und zu erleben. Weiter geht es in östliche Richtung zum Zügenhüttli und auf dem Höhenweg zum Furggabach. Dort steigt der Weg an hoch zum Schlappiner Joch. In 3 Stunden habt Ihr den Passübergang erreicht und geniesst stolz den traumhaften Blick in unser Nachbarsland Österreich. Haben sich so die Säumer gefühlt, wenn sie die Handelsgüter, darunter den Veltliner Wein, über diesen Pass transportiert haben?

Für den Rückweg bleibt Ihr in der Schweiz und steigt ab nach Schlappin. In diesem malerisches Bergdörfchen am See gelegen, lohnt es sich auf alle Fälle eine Pause einzulegen. Im Berghaus Erika könnt Ihr Euch verköstigen lassen oder Ihr „brätelt“ an der Feuerstelle am See. Wer traut sich ins kalte Wasser? Nach der erholenden Pause geht es auf der Alpstrasse oder den Wanderweg entlang dem rauschenden Schlappinbach hinab nach Klosters Dorf.

Top: Im Madrisa-Land solltet Ihr einen kurzen Halt einplanen, der Erlebnispark für Gross und Klein hat einiges zu bieten.  

Höhe: 2200 m ü. M.
Startpunkt: Bergstation Madrisa
Endpunkt: Klosters Dorf
Dauer: 4 h

Ein Murmeltier sitzt abwartend auf einem Felsen mit dem Blick in Richtung der Kamera.  | © Davos Klosters Mountains