Hinter den Kulissen

Carjöler Sessellift Jakobshorn

Das Jakobshorn wird diesen Samstag für den durchgehenden Betrieb öffnen. Die Fahrt mit der Jakobshorn Gondel wird den meisten bekannt sein, doch das Skigebiet kann auch mit dem Sessellift Carjöler erreicht werden. 7 Minuten Fahrt an der frischen Luft und Ihr seid schon direkt im Skigebiet Jakobshorn. Von den Besonderheiten bis zur Geschichte, gibt es noch einiges mehr über den Carjöler zu erzählen!

Blonde junge Frau mit blauen Augen und Nasenpiercing. | © Davos Klosters Mountains
Franziska Krenmayr
11.12.2020

In 7 Minuten ins Skigebiet

Diesen Winter ist der Carjöler Lift eine wichtige Alternative zur Jakobshorn Gondel, um in das Skigebiet zu gelangen. Auf dem 2-er Sessellift geniesst Ihr eine Fahrt an der frischen Luft ohne einen Innenraum betreten zu müssen. Durch die beiden Zubringerlifte, die zur Verfügung stehen, verteilen sich die Gäste im Skigebiet und Wartezeiten bei der Gondel können vermieden werden.

Der 2-er Sessellift startet beim Bolgen und endet 607 Höhenmeter weiter oben mitten im Skigebiet, bei der Bergstation Fuxägufer. Ob Richtung Sessellift Usser Isch oder zur Clavadeler Piste. ihr habt die Wahl. Auch von Fussgängern wird der Lift sehr geschätzt, um im Restaurant Fuxägufer einzukehren und danach eine Winterwanderung über die Clavadeler Alp ins Tal zu unternehmen.

Mehr Informationen zu den Routen sind dem Pistenplan zu entnehmen. Die Fahrzeiten des Carjölers findet Ihr unter den Winter-Betriebszeiten.
 

Ein Lift mit Geschichte

Besonderheiten des Carjöler

Der Carjöl-Sessellift stammt vom Hersteller Garaventa und wurde 1995 gebaut und aufgestellt. Mit seinen 158 Sesseln kann der Lift pro Stunde bis zu 1.200 Personen transportieren.

«Viele Jahre hat der Carjöler sogar mehr Leute als die Gondel transportiert,» erzählt Jürg Müller der Technische Leiter des Jakobshorns. «Wir wollten uns gegenseitig übertrumpfen, wer mehr Leute auf den Berg bringt, die Pendelbahn oder der Carjöler 2-er Sessellift. Bei der früheren Gondel, die bis zu 50 Personen transportierte, ist dieser scherzhafte Wettstreit oft zu Gunsten des 2-er Sesselliftes ausgegangen. Seit dem Winter 2014 ist die neue Gondel Jakobshorn in Betrieb und kann eindeutig am meisten Leute transportieren.»

Doch trotzdem ist der Carjöler ein wichtiger Zubringer geblieben, auch in diesem Winter können die Gäste damit direkt ins Skigebiet gelangen. Als einziger Sessellift der Davos Klosters Mountains verfügt er über eine Winkelstation, die auch als Mittelstation dient. Somit hat der Lift eine Doppelfunktion: Die Skischule und Anfänger können an dieser Mittelstation den Lift verlassen und den Übungshang am Bolgen nutzen. Ebenso dient der Lift als Zubringeranlage und bringt Skifahrer sowie Fussgänger ins Skigebiet Jakobshorn.

 

25 Jahre und viele Namen

Die Geschichte des Carjöler begann vor 25 Jahren oder sogar schon etwas früher. Etwa an der gleichen Stelle des heutigen Liftes stand zuvor ein Schlepplift und danach ein festgeklemmter Sessellift. Festgeklemmt bedeutet, er wurde bei der Ein- und Ausstiegsstelle nicht abgebremst. Das Aufsteigen war bei diesem Lift entsprechend schwierig. Gleichzeitig wie der Neubau der Bahn wurde das Restaurant an der Bergstation errichtet, welches den Namen Fuxägufer erhielt. Der Sessellift bekam den offiziellen Namen Davos Carjöl Usser Isch. Von den Einheimischen wird der Lift ganz einfach Carjöler oder auch Fuxägufer genannt. Ab und zu hört man auch den Namen Carjöler Rank. Der Name Carjöl wurde vom Geländenamen übernommen. Fuxägufer setzt sich aus dem Begriff «Gufer» für felsig und dem Wort «Fux», für die vielen Füchse der Umgebung, zusammen.

 

Treue Mitarbeiter und Kartoffeln

Der Carjöler ist ein ganz besonderer Lift, sind sich die Mitarbeiter des Carjöl-Liftes sicher. Sie sind ein eingeschweisstes Team von 4 Personen, die verteilt an der Tal-, Mittel-, sowie Bergstation arbeiten. Selbst nennen sie sich gerne Sportbahnen Carjöler. Natürlich nur scherzhaft, denn auch sie sind ein Teil des grossen Teams der Davos Klosters Bergbahnen.

Der Maschinist der Sesselbahn heisst Christian Brunner, bereits in der 18. Saison mit dabei. Seinen festen Arbeitsplatz hat er bei der Bergstation, wo der Motor des Liftes installiert ist und bei einem Problem sofort reagiert werden kann. Der erste Maschinist hiess Gerry Hänggi. Eine Geschichte von ihm wird noch heute gerne schmunzelnd erzählt: Neben der Bergstation Fuxägufer versuchte er eine alpine Kartoffelsorte anzubauen. Beim Versuch ist es jedoch geblieben, eine Ernte gab es leider nie. Doch Kartoffeln haben es trotzdem auf den Berg geschafft und können im Restaurant Fuxägufer als Pommes genossen werden.

«27 Meter Abstand von Sessel zu Sessel und immer viel frische Luft- und das schon seit 1995!»

Unterhaltsarbeiten

Damit der Lift noch viele Jahre bestehen kann, werden in regelmässigen Abständen Revisionsarbeiten vorgenommen. Es gibt Arbeiten, die müssen jährlich gemacht werden, andere alle zwei bis sechs Jahre. Dazu gehören Arbeiten wie das Prüfen der Rollbatterien, das sind die Rollen die das Seil transportieren oder das Aushängen der Sessel, damit die Klemmen gereinigt und kontrolliert werden können.

Dank dem Einsatz der Mitarbeiter wird der Carjöl-Lift noch weitere Jahre in Betrieb sein und unermüdlich seine Runden drehen. Wer weiss, vielleicht hat er auch Euch schon auf den Berg gebracht oder wird dies noch nachholen!

Eure Davos Klosters Mountains