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Davos im Bundeshaus: Vidal Schertenleib als Vertreter der KMU

Vidal Schertenleib, CEO der Davos Klosters Bergbahnen AG, wurde im April 2025 ins KMU-Parlament gewählt. Zehn Kandidaten waren von der Regierung des Kantons Graubünden vorgeschlagen worden; daraus wählte das Swiss Economic Forum zwei Vertreter, darunter Schertenleib und Andreas Zindel (CEO und Inhaber der Zindel United). Dieses neu ins Leben gerufene Gremium bietet Unternehmern die Möglichkeit, ihre Perspektiven direkt in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen. Die erste Sitzung fand im November 2025 im Bundeshaus statt.

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21.11.2025

Das KMU-Parlament 2025

Wirtschaftspolitik aus Unternehmenssicht

Das KMU-Parlament wurde initiiert, um den rund 600.000 kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz eine stärkere Stimme in der Politik zu verleihen.

Am 7. und 17. November 2025 fand in Bern die erste Session des KMU-Parlaments statt – zum ersten Mal überhaupt. 46 Unternehmer aus der ganzen Schweiz trafen sich im Ständeratssaal und diskutierten über aktuelle Herausforderungen der Schweizer Wirtschaft. Von rund 80 eingebrachten Ideen schafften es 32 konkrete Vorstösse, die nun durch Mitglieder der nationalen Wirtschaftskommission weiterbearbeitet werden sollen. 

 

Zwei starke Stimmen aus Graubünden

Vidal Schertenleib: Stärkung der nationalen Versorgungssicherheit durch Multifunktionsanlagen

Als CEO der Davos Klosters Bergbahnen bringt Vidal Schertenleib Erfahrungen aus Tourismus, Energie- und Wassermanagement ein.
Sein Vorstoss verfolgt ein klares Ziel: Infrastrukturen – wie Anlagen für Energieproduktion, Wasserkraft, Netzanlagen, Hochwasserschutz oder Beschneiung – sollen künftig mehrfach genutzt werden können.

Dafür fordert er:

  • eine gesetzliche Grundlage für Multifunktionsanlagen,
  • weniger Bewilligungshürden,
  • eine übergeordnete, koordinierte Bewilligungsinstanz für effiziente Verfahren
  • sowie eine einheitliche Marktintegration für alle erneuerbaren Energien.

Solche Anlagen sollen als nationales Interesse gelten – ein wichtiger Schritt für mehr Versorgungssicherheit und effiziente Nutzung der Ressourcen in der Schweiz.

 

Andreas Zindel: Staat zurück in die Kernaufgaben – Wettbewerb dort, wo der Markt trägt

Andreas Zindel setzt sich im Rahmen des KMU-Parlaments für die Stärkung des Wettbewerbs und die Fokussierung des Staates auf seine Kernaufgaben ein. Seine Motion verlangt regelmässige Transparenz darüber, wo der Bund wirtschaftlich aktiv ist und ob dies den Wettbewerb verzerrt.

 

Regionale Anliegen mit nationaler Bedeutung

Was die Motionen für die Schweiz bedeuten

Mit ihren Motionen setzen Zindel und Schertenleib ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Bündner Wirtschaft. Für Davos, aber auch für die gesamte KMU-Landschaft der Schweiz, zeigt sich: Unternehmerische Erfahrung, regionale Verankerung und praxisnahe Lösungen können in Bern wirkungsvoll Gehör finden.

 

Was die Teilnahme für unsere Region bedeutet

Dank der Wahl von Vidal Schertenleib ist die Sichtweise eines praxisnahen Unternehmers direkt im Bundeshaus vertreten.
Er bringt Erfahrungen aus einem komplexen, saisonabhängigen KMU-Umfeld ein – und setzt sich dafür ein, dass die Schweizer Wirtschaft dank moderner, mehrfach nutzbarer Infrastruktur besser aufgestellt ist. Damit trägt Graubünden einen wichtigen Teil zu den nationalen Diskussionen bei.

 

Zentrale Themen aus dem KMU-Parlament

Die angenommene Vorstösse im Überblick

  • Weniger Bürokratie: Entschlackung von Vorschriften, Clean-up-Sessions, keine rückwirkenden Gesetzesänderungen.
  • Standort und Wertschöpfung stärken: Schnellere Verfügbarkeit von Industrieflächen, regionale Wertschöpfung bei KMU fördern.
  • Arbeitsmarkt und Fachkräfte sichern: Faire Konkurrenz zur öffentlichen Verwaltung, mehr Anreize für Vollzeitstellen, einfachere Bewilligungsverfahren.
  • Innovation, Kapital und Digitalisierung vorantreiben: Besserer Zugang zu Kapital, digitale Register, E-CH-Wallet.
  • Nachhaltigkeit, Mobilität und Versorgungssicherheit: Praktikable Lösungen statt Symbolpolitik, Förderung von Bio-Betrieben, Microcars und Multifunktionsanlagen.

 

Weitere Informationen

über das KMU-Parlament 2025

👉 Mehr zum KMU-Parlament 2025 findet Ihr auf der Webseite von Swiss Economic.