Davos Klosters Mountains

Tipps von lokalen Bikern

Sucht Ihr herausfordernde Trails in einer unglaublichen Berglandschaft? Und liebt Ihr das Gefühl von Freiheit, wenn es runtergeht? Im Trail Paradies der Alpen in Davos Klosters habt Ihr den richtigen Ort für Eure Bikeferien gefunden. Wir haben mit leidenschaftlichen Bikern gesprochen und teilen hier ihre Tipps mit Euch.  

Blonde junge Frau mit blauen Augen und Nasenpiercing. | © Davos Klosters Mountains
Franziska Krenmayr
14.08.2020
Biketrail im Flüelatal | © Davos Klosters Mountains

Im Gespräch

mit Matteo Manno

Matteo Manno kommt ursprünglich aus Küblis, verbringt jedoch fast seine komplette Freizeit in Davos auf seinem Mountainbike. Er fährt Downhill Rennen und ist dafür 4-5 Mal die Woche auf dem Bike, um zu Trainieren. Im Sommer trefft Ihr ihn auf den Singletrails an, wo er an seiner Ausdauer und seinen technischen Fertigkeiten arbeitet.

Ich bin mit dem Biken aufgewachsen und habe schon früh angefangen zu Fahren. Es ist meine Passion und ich kann nicht ohne. Das atemberaubende Gefühl alleine in der Natur zu sein, geniesse ich immer wieder aufs Neue. Ich kann beim Biken super abschalten.

Was ist dein persönlicher Insidertipp in Davos für Biker?
Ich empfehle den Kessler Shuttle bis zum Flüela Hospiz. Die Abfahrt nach Tschuggen startet hier. Von dort führt der Weg hinauf auf Pischa, was ein gutes Ausdauertrainig ist. Danach pedaliere ich zum Hüreli und geniesse die Abfahrt über die steile Bergflanke von Drusatscha zum Davosersee. Eine tolle Runde, die ich gerne mit Freunden fahre.

Wieso sollte man nach Davos kommen, um zu Biken?
In keiner anderen Bike-Destination könnt Ihr so viele Seitentäler und Berge flexibel in einer Tour kombinieren. Es gibt unzählige Singletrails, die zu einer Tagestour zusammengehängt werden können. Dies macht das Gebiet Davos Klosters so einzigartig.
Toll ist es auch, dass die Trails in Davos viel Abwechslung bieten. Geübten Mountainbikern und Bike-Neulingen wird es hier nicht langweilig. Die Trails sind gut befahrbar, bieten jedoch auch zahlreiche Herausforderungen.

Welche Bikestrecke (Trail, Route) fährst du am liebsten?
Der Teufi Trail vom Jakobshorn ins Dischmatal ist ein technisch anspruchsvoller Weg, den ich sehr gerne fahre. Von der Bergstation Jakobshorn fährt Ihr zur Abzweigung Brämabüel und dann Richtung Stillberg Richtung Tal. 
 

Biker fährt in herbstlicher Stimmung auf dem Drusatscha Trail, im Hintergrund der Davoser See.  | © Matteo Manno
In voller Montur fährt der Downhill  Biker an einem Rennen mit.  | © Matteo Manno
Matteo Manno fährt den Signal Trail Gotschna , das Dischmatal ist in der Ferne ersichtlich.  | © Matteo Manno

Im Gespräch

mit Christoph Koch

Christoph Koch, kurz „Stoffel“, ist mit einigen Unterbrüchen bereits seit zwölf Jahren in Davos wohnhaft. Im Sommer arbeitet er bei der Trail Crew und ist als Bike Guide unterwegs. «Meine beiden Tätigkeiten ergänzen sich sehr gut. Als Bikeguide lerne ich Leute aus der ganzen Welt kennen und stelle diesen eine spannende Tour zusammen. Mit der Trail Crew bin ich mit der Schaufel auf dem Berg unterwegs und bessere die Trails aus.»

«In Davos habe ich alles vor der Haustüre was ich brauche, Sommer wie Winter. Bahnen, die mich auf den Berg bringen, gute Trails zum Biken und viel Spass. Hier findet man aber auch seine Ruhe, wenn man diese sucht.»

Was ist dein persönlicher Insidertipp in Davos für Biker?
Mit der Parsennbahn gelangt Ihr hoch auf das Weissfluhjoch. Von da folgt Ihr dem Furkatrail, links am Igludorf vorbei Richtung Schifer, dann rechts hoch zur Furka-Bergstation. Danach geht es weiter bis zur Parsennhütte. Von dort müsst Ihr kurz einige Meter hochtreten zum Panoramaweg. Ins Tal führt der Trail durch das Meierhoftäli und von dort geht es zurück zur Bahn. Eine Runde die etwa eine Stunde dauert und viel Spass verspricht!

Du bist auch als Bikeguide tätig. Hast du einen Tipp für Bike Neulinge?
Wichtig ist, dass Ihr Euch selbst einschätzen könnt und wisst wann Ihr keine Energie mehr habt. Auch wenn jeder Trail einer Schwierigkeitsstufe zugeordnet ist, muss jeder selber wissen, ob er den Trail fahren mag. Absteigen und stossen ist immer eine Option. Auch empfiehlt es sich beim Hochfahren langsam zu Fahren um die Kräfte zu sparen. Bei der Fahrt ins Tal wird viel Konzentration benötigt. Am Besten oben eine Pause machen, damit auch der Kopf ausruhen kann.
Als Tour empfehle ich Anfängern die «Kügelibahn» am Jakobshorn. So nennen wir (mit einem Augenzwinkern) den Technik Trail, der von der Mittelstation Jschalp mit vielen Kurven ins Tal führt. Wenn Ihr diesen Trail oft fährt, übt Ihr das Fahren von Kurven und bekommt an den Tafeln Technik Tipps, die Ihr gleich umsetzen könnt.

Was sind die Gründe nach Davos zu kommen?
In Davos hat es von Allem etwas, egal ob schwierige sowie einfachere Trails. Und es gibt die Bergbahnen, die Euch auf den Berg bringen. Was ich geniesse ist, dass sich die Biker durch die Grösse des Gebietes auf den zahlreichen Trails verteilen. Wenn Ihr Euch ein wenig auskennt und Eure Ruhe wollt, dann könnt Ihr einen Tag unterwegs sein und trefft kaum Leute an.

Ein Mitarbeiter der Trail Crew bessert den Weg mit einer Schaufel aus, im Hintergrund der Mond.  | © Christoph Koch
Ein Biker fährt auf dem Trail und hat sichtlich Spass.  | © Christoph Koch
Zwei Biker stehen auf dem Trail vom Weissfluhjoch zum Strelapass, der eine zeigt in die Ferne. | © Christoph Koch

Im Gespräch

mit Michi Künis

Michi Künis ist in Davos Monstein heimisch. Er ist nie von Davos weggezogen, da er hier seinen beiden grossen Hobbies, dem Biken und dem Snowboarden, nachgehen kann. «Davos ist ein Paradies für mich, in wenigen Minuten erreiche ich die Bergbahnen und bin Sommer wie Winter schnell auf dem Berg.»

Mit Freunden kümmert er sich um den Unterhalt des Bikepark Färich, ein Treffpunkt der Bike Community. Begonnen hat alles mit einigen Holzrampen vor sechs Jahren. Heute ist der Park mit einer Tabelline, einer Dirtline mit Gaps für Fortgeschrittene und zwei miteinander verbundenen Pumptracks ausgestattet und ist für alle Biker zugänglich.

«Wir sind eine Gruppe von 10 Personen, die den Bikepark freiwillig shapen, die Werkzeuge bekommen wir zur Verfügung gestellt.» Da der Bikepark rege genutzt wird, müssen immer wieder Elemente ausgebessert und geflickt werden. Vor einem heftigen Regen werden die Elemente abgedeckt, damit diese nicht weggeschwemmt werden. Das sind wichtige Arbeiten, die im Hintergrund passieren, damit der Bikepark Färich von allen weiterhin kostenlos genutzt werden kann. Neben dem Shapen im Park war Michi Künis auch als Bike-Guide tätig.

Was ist dein persönlicher Insidertipp in Davos für Biker?
Ich finde den Chörbschhorn Trail sehr empfehlenswert, da er landschaftlich sehr schön ist. Es ist jedoch eine Tour, die anspruchsvoll ist.
Mit der Parsennbahn gelangt Ihr zur Station Höhenweg. Dort geht es ein kurzes Stück bergauf bis zum Panoramaweg, der weiter zum Strelapass führt. Der schöne Singletrail führt von dort über die Latschelfurgga zur Chörbschhornhütte. Es folgt eine schöne und anspruchsvolle Abfahrt zur Stafelalp und weiter ins Tal nach Davos Frauenkirch. Dort kann eine weitere Biketour auf dem Rinerhorn angehängt werden oder Ihr gelangt über die Strasse wieder zurück nach Davos Platz.

Hast du einen Tipp für Bike Anfänger?
Um ein Gefühl für das eigene Bike und die Kurven zu bekommen, ist es sicher empfehlenswert auf dem Pump Track im Bikepark einige Runden zu drehen. Es ist anstrengender als Ihr denkt. Nach einigen Runden werdet Ihr ins Schnaufen kommen. Beim Biken darf die Anstrengung des Abwärts Fahrens nicht unterschätzt werden. Die Kondition zu trainieren, hilft somit die Trails sicherer und mit besserer Konzentration fahren zu können.

Welche Bikestrecke fährst du am liebsten?
Sehr gerne fahre ich auf Gotschna Richtung „Chalbersäss“. Dafür starte ich bei der Gotschna Bergstation und fahre Richtung Casanna Alp. Dann geht es runter über das Chalbersäss, die Serneueser Schwendi und den Rütiwald nach Klosters Dorf. Eine Etappe der legendären Bahnentour. Im Winter ist diese Route eine gelb/schwarz markierte Freeride Strecke. Im Sommer ein toller aber anspruchsvoller Trail. Am Anfang ist dieser sehr ruppig und gegen Ende kommt Ihr in den Wald, wo Wurzeln Euer technisches Können fordern.

«Davos ist ein Singletrail-Paradies. Viele Trail-Kilometer können an einem Tag gefahren werden und dies in traumhafter Landschaft. Wer gerne Enduro fährt, wird Davos sehr gefallen.»
Parsenn Davos Felsenweg  | © Davos Klosters Mountains
Sprung eines Mountainbikers auf der Gotschna Freeride Strecke auf Parsenn. | © Davos Klosters Mountains

Unsere Tipps:

Unsere Bikehotels

Auch an Unterkünften haben wir in den Davos Klosters Mountains einiges zu bieten. Unsere Bikehotels werden den Bedürfnissen der Mountain Biker gerecht. Ein Waschplatz für das Bike, abschliessbarer Bikeraum, Waschservice für die Kleidung sind nur einige Bespiele unseres Angebotes. Bei den Mountain Hotels werdet Ihr Euer passendes Hotel für Euren Bike-Aufenthalt finden!
Hier geht´s zum attraktiven Bikepackage

 

Bikepark Färich

Wer Davos und seine Bike-Community kennenlernen möchte, sollte den Bikepark Färich besuchen. Dieser liegt am Eingang des Flüelatals. Durch die Kombination aus Bikepark, dem Restaurant Châlet Velo mit köstlichem Essen sowie Events mit Livemusik und dem Kletterpark ist hier eine einzigartige Location entstanden. Ein Abenteuerpark, der Leute jeden Alters anzieht.
 

Nun gibt es einiges zum Ausprobieren! In den Davos Klosters Mountains werdet Ihr zahlreiche Möglichkeiten für Eure Biketouren finden. Wir freuen uns Euch auf den Trails anzutreffen und wünschen Euch viel Spass! 

Eure Davos Klosters Bergbahnen

Gotschna Freeride kleine Jumpline | © Davos Klosters Mountains
Gotschna Signaltrail | © Davos Klosters Mountians
Biketechniktrail am Jakobshorn | © Davos Klosters Mountains
Biketrail im Bikeparadis Davos Klosters | © Davos Klosters Mountains